Spezialmehle von CLASEN BIO
Spezialmehle im Vergleich: Cashew, Mandel, Hanf & Co. – das steckt wirklich drin
Ich muss zugeben: Vor ein paar Jahren kannte ich in meiner Küche nur Mehl aus Getreide. Heute stehen bei mir mindestens sieben verschiedene Sorten im Schrank, die nicht aus Getreide bestehen und jedes hat ihren festen Platz. Wenn du glutenfrei, proteinreich, low-carb oder einfach bewusster backen und kochen willst, lohnt sich ein Blick auf Alternativen wie Cashewprotein, Mandelprotein, Hanfprotein, Kokosmehl, Kichererbsenmehl, Sojamehl und Leinsamenmehl. Ich zeige dir, was die einzelnen Mehle können, wo die Unterschiede liegen und wie du sie am besten einsetzt.
Warum überhaupt auf Spezialmehle umsteigen?
Klassisches Weizenmehl liefert vor allem Kohlenhydrate. Protein, Ballaststoffe und Mikronährstoffe bleiben dabei meist auf der Strecke. Die Mehle, die ich dir heute vorstelle, füllen genau diese Lücke: Sie bringen mehr Eiweiß, mehr Ballaststoffe und oft auch mehr gesunde Fette mit. Für dich heißt das: Du kannst deine gewohnten Rezepte aufwerten, ohne komplett umzudenken. Und wenn du glutenfrei essen musst, findest du hier gleich mehrere Alternativen, die ohne Gluten auskommen.
Die Mehle im Überblick
Cashewprotein
Cashewprotein entsteht, wenn Cashewkerne nach dem Auspressen des Öls fein vermahlen werden. Das Ergebnis ist ein mildes, süßliches, leicht nussiges Pulver mit einem hohen Proteingehalt und wenig Kohlenhydraten. Ich nutze es gerne in Smoothies, selbstgemachte Proteinriegeln oder um Backwaren eine cremige süße Note zu geben.

Mandelprotein
Ähnlich wie Cashewprotein ist Mandelprotein ein Nebenprodukt der Mandelmilch- oder Mandelölherstellung. Es ist fettärmer als klassisches Mandelmehl, dafür aber proteinreicher. Ideal, wenn du Kuchen oder Brot backen möchtest, die trotzdem locker bleiben sollen.

Hanfprotein
Hanfprotein wird aus dem Presskuchen der Hanfsamen gewonnen und gilt als vollwertige pflanzliche Proteinquelle, weil es alle essenziellen Aminosäuren liefert. Der Geschmack ist kräftig und leicht erdig. Ich mische es deshalb am liebsten in herzhafte Bowls, Smoothies Porridge oder Energy Balls.

Kokosmehl
Kokosmehl bleibt übrig, wenn aus der Kokosnuss das Fett für Kokosöl gepresst wurde. Es ist reich an Ballaststoffen, glutenfrei und hat einen dezent süßlichen Geschmack. Ein wichtiger Punkt: Kokosmehl saugt sehr viel Flüssigkeit auf. In Rezepten ersetzt du deshalb nie 1:1, sondern rechnest mit deutlich weniger Menge und mehr Feuchtigkeit im Teig.

Kichererbsenmehl
Kichererbsenmehl ist ein Klassiker der herzhaften Küche. Von Falafel über Pfannkuchen bis zu Bindemitteln für Saucen. Es liefert ordentlich Protein und Ballaststoffe und punktet mit einem angenehm nussigen Aroma. Zudem bindet es Wasser sehr gut und verbessert dadurch die Textur der Backwaren.

Sojamehl
Sojamehl ist eines der proteinreichsten Mehle überhaupt und dabei fettarm. Es eignet sich gut, um Backwaren zu binden und ihnen zusätzlichen Eiweißgehalt zu geben. Wegen seines kräftigen Eigengeschmacks setze ich es meist nur in kleinen Anteilen zusammen mit anderen Mehlen ein.

Leinsamenmehl
Leinsamenmehl wird aus gemahlenen Leinsamen hergestellt und ist ein echtes Ballaststoff-Kraftpaket, dazu liefert es wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Gerade weil es so ballaststoffreich ist, würde ich dir raten, langsam einzusteigen und dabei ausreichend zu trinken. So verträgt es dein Verdauungssystem am besten. Leinsamenmehl kann viel Wasser binden und die Textur deiner Gerichte verbessern und stabilisieren.

So setzt du die Mehle in der Küche ein
- Nicht 1:1 ersetzen: Jedes dieser Mehle hat ein anderes Bindungs- und Flüssigkeitsverhalten als Weizenmehl. Am besten fängst du an, indem du 20–30 % des Mehls in einem bewährten Rezept ersetzt.
- Kombinieren statt einzeln verwenden: Eine Mischung aus zum Beispiel Kichererbsenmehl und Leinsamenmehl gleicht Textur und Geschmack oft besser aus als ein einzelnes Spezialmehl.
- Feuchtigkeit im Blick behalten: Vor allem Kokosmehl und Leinsamenmehl benötigen mehr Flüssigkeit im Teig. Plane das beim Backen mit ein.
Was du erwarten kannst, wenn du unsere Spezialmehle kaufst
Alle unsere Mehle sind natürlich Bio-zertifiziert, damit du sicher sein kannst, dass die Rohstoffe ohne chemisch-synthetische Pestizide angebaut wurden. Außerdem sind alle hier vorgestellten Mehle vegan und von Natur aus glutenfrei. Manche von Ihnen tragen sogar das Glutenfrei-Siegel, perfekt für alle mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit.
FAQ
Kann ich Spezialmehle komplett gegen Weizenmehl austauschen? In der Regel nicht 1:1. Die Mehle unterscheiden sich stark in Bindungsfähigkeit und Flüssigkeitsaufnahme, deshalb empfiehlt sich ein schrittweiser Austausch. Ich empfehle immer 20% der im Rezept angegebenen Mehlmenge durch ein Spezialmehl zu ersetzen. Oder du suchst online nach Rezepten, welche komplett auf Weizenmehl verzichten. Wie zum Beispiel dieses: Brot ohne Getreidemehl
Welches Mehl hat den höchsten Proteingehalt? Mandelprotein, Cashewprotein und Hanfprotein liegen hier vorne, gefolgt von Sojamehl.
Sind alle diese Mehle glutenfrei? Ja, alle sieben vorgestellten Mehle sind von Natur aus glutenfrei. Bei Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit solltest du jedoch nur unsere glutenfrei-zertifizierten Mehle essen. Dazu gehören: Hanfprotein, Kokosmehl und Leinsamenmehl. Du erkennst sie an dem Glutenfrei-Symbol (durchgestrichene Ähre) auf der Vorderseite.

Wie lagere ich Spezialmehle am Besten? Kühl, trocken und lichtgeschützt in einem luftdicht verschlossenen Behälter. Da unsere Tüten wiederverschließbar sind, kannst du sie perfekt in der Verpackung lagern.