Die besten Ernährungs-Hacks einer Ernährungswissenschaftlerin - Teil 2
Neben den großen Ernährungsprinzipien sind es oft die kleinen Gewohnheiten, die im Alltag den größten Unterschied machen. Als Ernährungswissenschaftlerin habe ich mir im Laufe der Jahre einige einfache, aber wirkungsvolle "Hacks" angeeignet, die ich heute gerne mit euch teile.
Im ersten Teil dieser Serie habe ich bereits verraten, warum ich meinen Tee nie zu lange ziehen lasse und weshalb Karotten bei mir immer zusammen mit Nüssen auf den Teller kommen. Falls ihr den ersten Teil verpasst habt, könnt ihr ihn hier noch einmal nachlesen.
Jetzt geht es aber weiter, mit mehr spannenden Ernährungs-Hacks aus meinem Alltag als Ernährungswissenschaftlerin.
Rote statt grüne Trauben
Ein kleiner, aber effektiver Tausch: Ich greife bevorzugt zu roten statt grünen Trauben. Der Grund liegt in den Farbstoffen. Rote Trauben enthalten mehr Antioxidantien wie Anthocyane, die grüne Trauben in dieser Form nicht liefern. Antioxidantien sind am Zellschutz beteiligt und schützen diese vor freien Radikalen.
Mangostreifen statt Gummibärchen
Wenn der Süßhunger kommt, greife ich zu getrockneten Mangostreifen statt zu Gummibärchen. Sie sind ähnlich süß, liefern aber zusätzlich Ballaststoffe und Mikronährstoffe. Ein einfacher Tausch mit großem Mehrwert.
Paprika und Brokkoli statt Orangen oder Zitronen für Vitamin C
Viele denken bei Vitamin C zuerst an Zitrusfrüchte. Tatsächlich liefern Paprika und Brokkoli pro 100 Gramm mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen. Ich baue Paprika und Brokkoli deshalb regelmäßig in meine Mahlzeiten ein. Roh im Salat oder kurz gedünstet.
Flohsamenschalen in Joghurt oder Shakes
Ein Teelöffel Flohsamenschalen in meinem Joghurt, Saft oder Shake liefert zusätzliche Ballaststoffe und sorgt für eine bessere Sättigung. Wichtig dabei: ausreichend Flüssigkeit dazu trinken, damit die Ballaststoffe optimal wirken können und keine Verdauungsbeschwerden auftreten.
Eine Handvoll Nüsse statt ungesunder Snacks
Wenn ich zwischendurch Hunger habe, greife ich zu einer Handvoll Nüsse statt zu Chips oder Süßigkeiten. Sie liefern gesunde Fette, Eiweiß und Ballaststoffe. Eine runde Sache für einen Snack zwischendurch.
Gemüse dämpfen statt kochen
Ich dämpfe Gemüse, wo es geht, statt es zu kochen. Beim Kochen gehen wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C und B-Vitamine leichter ins Kochwasser über. Dämpfen schont diese Nährstoffe deutlich besser.
Bio statt konventionell – wo es mir wichtig ist
Bei bestimmten Produkten, insbesondere solchen mit essbarer Schale oder hohem Verarbeitungsgrad, greife ich bevorzugt zu Bio-Qualität. Das ist für mich auch eine Frage der persönlichen Priorität, nicht nur der Nährstoffdichte.
Trinken, bevor der Durst kommt
Durst ist bereits ein Zeichen für einen beginnenden Flüssigkeitsmangel. Deshalb warte ich nicht, bis ich Durst verspüre, sondern trinke regelmäßig über den Tag verteilt.
Getränke nicht zu heiß trinken
Ich achte darauf, heiße Getränke wie Tee oder Kaffee nicht zu heiß, sondern unter etwa 65 °C zu trinken. Sehr heiße Getränke stehen im Verdacht, das Risiko für Speiseröhrenkrebs zu erhöhen, wenn sie regelmäßig über lange Zeit konsumiert werden.
Fazit: Gesunde Ernährung entsteht selten über Nacht, sondern durch viele kleine, wiederholte Entscheidungen. Probiere einfach ein oder zwei dieser Hacks aus. Oft sind es genau diese kleinen Veränderungen, die langfristig den größten Effekt haben.
Lust auf einen dritten Teil? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen!